Eine Perspektive von Karolina Schüle ist die fotografische Wirklichkeit zu abstrahieren und mit dem Kontrast zwischen Leben und Bewegung gegenüber gerade Linien und Starrheit zu spielen - Judith de Vries
Die in einer Künstlerfamilie aufgewachsene Physikerin Karolina Schüle wurde die Wertschätzung für zeitgenössische und moderne Kunst bereits in die Wiege gelegt. Ihre Kindheit war geprägt von den verschiedensten, kreativen Einflüssen, die ihr den Zugang zu zeitgenössischer und moderner Kunst ermöglichten. Ihre Liebe zur konkreten Kunst führt sie zu regelmäßigen Besuchen der Kunsthalle Weißhaupt in Ulm, als auch des Ritter Museums in Waldenbuch. Ebenso ließ sie sich vom Erbe der ehemaligen Hochschule für Gestaltung in Ulm inspirieren.
Seit 2022 arbeitet sie, neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit in der experimentellen Physik, im Atelier der Universität Ulm, wo sie weitere Techniken, etwa wie den Siebdruck, erlernte und weiterentwickeln konnte. Daneben widmete sie sich auch dem figürlichen Modellieren mit Ton. In Zusammenarbeit mit dem in Ulm lebenden und schaffenden, französischen Künstler Patrick Nicolas konnte sie ihre künstlerische Perspektive weiter bereichern. Von Mai bis Juli 2024 war Karolina Stipendiatin des Kunstmuseums in Stuttgart. Dort konnte sie ihre Fähigkeiten durch die Kombination verschiedener Mediations- und Kreativitätstechniken weiterentwickeln.
Mit einem Fuß in der Welt der experimentellen Quantenoptik und dem anderen in der Kunstszene, vereint Karolina ihre wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Freiheit. Ihr künstlerischer Schwerpunkt liegt auf graphischer und konkreter Kunst, was sich auch in ihren Fotografien widerspiegelt. Mit einem einzigartigen Blick für das Spiel von Licht und Schatten gelingt es ihr, fotografische Realität zu abstrahieren und mit dem Kontrast zwischen Leben und Bewegung im Gegensatz zu geraden Linien und Starrheit zu spielen.

2024
2023
seit 07/2023 Arbeit im Siebdruckatelier an der Universität Ulm zusammen mit Patrick Nicolas